Geschichte des VBC Riggisberg

Entstehung und die ersten Clubjahre als Album (log dich ein)

Zusammenfassung der Clubgeschichte 1975 - 2019

Was am 1. September 1975 mit einem Sportfachkurs J+S Volleyball in Riggisberg seinen Anfang genommen hatte, entwickelte sich zu einem aktiven Sportverein, der im Mai 2003 bereits sein 25 jähriges Bestehen feiern kann.

Hier einige Schwerpunkte aus der Vereinsgeschichte:

Inhalt

Die ersten Jahre
Die Trainingslager
Das Dorffussballturnier
Die Präsidenten
Erfolgreiche Junioren / Juniorinnen
Tiefschläge
Highlights
Quo vadis? - Wohin gehst du?

 

Die ersten Jahre

 

Als Folge der Sportfachkurse und mit Verstärkung aus dem Lehrerkollegium beteiligte sich 1977 ein erstes Damenteam an der regionalen Volleyballmeisterschaft und qualifizierte sich auf Anhieb für die Aufstiegsspiele.

Die Herren erlebten ihre Feuertaufe in Köniz, wo Hanspeter Gloor noch in der 1.Liga mitspielte.

Am Montag, 22.Mai 1978 gründeten 23 Volleyballer/innen den Volleyballclub Riggisberg und wählten Edgar Kuonen zum ersten Präsidenten.

Im Sommer zog der Club zur Meisterschaftsvorbereitung nach Frutigen ins Trainingslager. Diese Sommerlager bildeten in den kommenden Jahren die Grundlage zu erfolgreichen Meisterschaften.

Die Saison 78/79 endete mit einem Grosserfolg:

  • Gruppensieg und Aufstieg in die 3. Liga    Damen
  • 4.Ligameister und Aufstieg in die 3. Liga   Herren 1

Im zweiten Meisterschaftsjahr 79/80 schaffte das Langnauer Lager die Voraussetzung für die ausgezeichneten 2. Ränge in der Drittliga und den Berner Meister für die Junioren. Die Saison wurde durch den Aufstieg der Herren in die 2. Liga und den 3. Rang der Junioren an der Schweizermeisterschaft in Bern noch gekrönt.

80/81 spielten sich die Herren in den Thunercupfinal gegen Spiez (1.Liga )

Die H2 belegten den 2. Schlussrang. Neubildung eines D2.

81/82 organisierte der VBC ein vielbeachtetes Dorffussballturnier und die Juniorinnen glänzten mit Spitzenresultaten.

Erfolreiche Sasion 82/83:

  • Gruppensieg und Aufstieg in die 2. Liga  Damen 1
  • Aufstieg in die Meistergruppe  Juniorinnen A
  • Gruppensieg Juniorinnen B
  • Ligaerhalt Herren 1
  • 2. Rang  Herren 2
  • Berner Meister und 6. Rang Schweizer Meisterschaft  Junioren B

 

 

Die Trainingslager

 

Ich bin überzeugt, dass die sportlichen Erfolge mit den Trainingslagern im Zusammenhang stehen. Die Lagertradition hat den Verein sozial gestärkt und technisch vorwärts gebracht.

Dem ersten Lager in Frutigen folgten die legendären Lager in der Jugi Langnau. Dann trafen sich die aktiven Volleyballer zwei Mal in Alpnach und zuletzt in der Kartause Ittingen. Für das Lager in Trubschachen gab es nicht mehr genügend Interessenten und der Bruch mit der Tradition führte auch in eine sportliche Durststrecke.

1994 starteten  Urs und Hanspeter  mit neuem Elan und organisierten speziell für die Junioren + Juniorinnen 94 / 95 / 96 wieder Sommerlager in Langnau und im August 2000 waren es Björn Kuonen und die ganze Familie Gloor die mit Erfolg eine Woche für die Jüngsten einsetzten. Im gleichen Jahr zogen die Aktiven ins Hollandlager.

Wie wird es weitergehen?

 

Das Dorffussballturnier

 

Initiant und Motor dieses langjährigen Anlasses war 1981 Ueli Aeschbacher. Das attraktive Grümpelturnier brachte dem VBC bei der Bevölkerung Anerkennung und Akzeptanz und entwickelte sich jeweils zu einem richtigen Volksfest.

Der organisatorische Aufwand war riesig und der finanzielle Gewinn schrumpfte durch die immer teurere Landmiete arg. Nach 10 Jahren beschloss das OK einen Marschhalt, um neue Spielplätze zu suchen und letztlich beschlossen die Volleyballer zukünftig ein Volleyballturnier zu planen.

 

Die Präsidenten

 

Sie lenken die Geschicke des Vereins, sind innovativ oder verwalten das Vereinsjahr, aber vor allem sind sie auf steter Suche nach Helferinnen und Helfern. Es sind so viele kleinere und grössere Aufgaben zu bewältigen und wie in allen Sportvereinen entscheidet die ehrenamtliche Tätigkeit über den Fortbestand eines Clubs.

Edu Kuonen  1978 – 84

Unter ihm erfolgte die rasante Entwicklung des VBC.
Viele unverbrauchte Leute engagierten sich im jungen Vereinsleben und unterstützen auch die Aktivitäten ausserhalb der Turnhalle. Erfolg reihte sich an Erfolg ( Aufstiege / Dorfturnier / Lager / 1. Info ).

Christian Moser 1985 – 88

Mit jugendlichem Mut und Ehrgeiz  führte Chrigu den Verein in eine Stabilisierungsphase. Das soziale Gefüge war ihm wichtig und er erkannte die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Die Lager in Alpnach und Ittigen trugen seine Handschrift ( Hürdenparcours! )
Der Jubiläumsanlass ( Raclette- und Unterhaltungsabend ) im Pflegeheim  10 Jahre VBC war sicher ein Höhepunkt seiner Präsidialzeit.

Martin Rohrbach 1989 –96

Martin und seine Crew haben den Verein finanziell und strukturell auf eine stabile Basis gebracht. Sportlich gesehen setzten die Wechseljahre ein. Viele Teams durchlebten eine richtige Durststrecke und Martin musste verschiedene Tiefpunkte verkraften ( Abstieg der D1 bis in die 5. Liga / Rückzug der H1 aus der 2.Liga / Mitgliederschwund, Demissionen und Desinteresse). Wenn da nicht die Junior/innen gewesen wären!
Unter Martin nahm der Club mit einer Fischerstube am Schubari ( Schulhauseröffnungsfest ) teil, fand das erste Riggisberger Volleyballturnier statt, kam es zur Renaissance  der Langnauer Lager und Riggisberg erlebte die ersten Voralpen – Beachturniere. Ihm gelang es auch mit Adrian und Gisela Siegrist ein äusserst pflichtbewusstes Redaktionsteam zu gewinnen.

Hanspeter Gloor  1997 - 2005

Hanspeter hat den Volleyballsport nach Riggisberg gebracht und in den ersten 20 Jahren in verschiedensten Funktionen für den Verein gearbeitet. Seine Hauptanliegen waren immer die Trainingsarbeit und die Nachwuchsförderung.
Als Verantwortlicher für die Trainerausbildung wirkte er auch in der Technischen Kommission des Regionalverbandes. Es war nur eine logische Folge, dass er auch einmal als Präsident "seines Vereins" die Verantwortung übernahm.
Er führte das vereinsinterne Mixed-Turnier: Coupe du président ein, organisierte zusammen mit dem VS den Grand Bal zum 20 jährigen Jubiläum und versuchte die sportliche Ausrichtung des Vereins wieder zu stärken ( Sommertraining ). Es gab einige Erfolge ( Aufstieg H2 / Aufstieg D1 / Gruppensieg Jun. C / Jun. A ), dass für die Saison 00/01 nur für die Juniorenteams Trainer/innen gefunden werden konnten, belastete ihn jedoch schwer. Sein Verdienst war, dass in Riggisberg ein Mixed- Team das Training aufnahm und sich erfolgreich an der Meisterschaft beteiligte.

Björn Kuonen 2005 - 2015

Björn wurde in den VBC hineingeboren. Sein Vater Edu, ehemaliger Präsident des VBC, und seine Mutter Ursula brachten Björn früh das volleyballspielen bei. Perfekt aufs Präsidentenamt vorbereitet wurde Björn durch seinen Vorgänger Hanspeter. Björn hatte die Gabe, die richtigen Leute um sich zu scharen und Sie für seine Ideen zu gewinnen. Unter Ihm gelang es dem "kleinen" Dorfverein gar, über mehrere Jahre mit einem 1. Liga Herrenteam in die Meisterschaft zu starten. Gleichzeitig bestritten die Damen 1 unter der Leitung der ehemaligen Nationalspielerin Cornelia Gerson die regionale 2. Liga Saison. Der Verein verfügte zu diesem Zeitpunkt über 4 Damenteams, 2 Juniorinnen Teams, 2 Herrenmannschaften, eine ambitionierte Mixedmannschaft und unzählige Schüler welche das Kids resp. Mini Training besuchten.

Leider wurde bei Björn die unheilbare ALS diagnostiziert. Seine Kraft ist rasch geschwunden und er wurde gezwungen, sein geliebtes Hobby und sein Amt als Präsident aufzugeben. Trotzdem hielt es Ihn nicht davon ab, sich in die Halle zu schleppen und das Training zu leiten. Im Rollstuhl. Mit Beatmungshilfen und auf fremde Hilfe angewiesen.

Am 29. Dezember 2017 wurde er erlöst und konnte einschlafen. Für immer!

R.I.P

Jonas Gerster 2015 - ?

 

 

Erfolgreiche Junioren / Juniorinnen

 

Die Arbeit mit dem Nachwuchs ist für einen Dorfverein überlebenswichtig.
Der VBC schaffte sich als Ausbildner schon früh einen Namen und regelmässig qualifizierten sich Riggisberger für ein regionales Nachwuchsteam ( U-16 / U- 18 ) oder wurden von Nationalligavereinen abgeworben und spielten später in der Nat. A , Nat. B oder in der 1. Liga. Die Gebrüder Probst schafften es sogar in die Nationalmann­schaft!
Auch in schlechten Jahren waren es immer wieder die Junioren / Juniorinnen , die die Glanzlichter setzten.

top

 

Tiefschläge

 

89 / 90            Abstieg D1 in die 3. Liga

90 / 91            Freiwilliger Rückzug H1 aus 2.Liga

92 / 93            Nur 23 Aktive an der HV

93 / 94            Abstieg D1 in die 4.Liga

94 / 95            Abstieg D1 in die 5.Liga

95 / 96            Abstieg H2 in die 4. Liga

96 / 97            Freiwilliger Rückzug H1 aus 3. Liga

00 / 01            Keine Trainer/innen für  H1 / H2 / D1 / D2

 

Highlights

 

78 / 79            Aufstieg in die 3. Liga   H1 + D1

79 / 80            H1  Aufstieg 2.Liga

79 / 80            Junioren B   Berner Meister  /  3. Rang an der Schweizer Meisterschaft

82 / 83            Junioren B   Berner Meister  /  6. Rang an der Schweizer Meisterschaft

82 / 83            Aufstieg D1 2.Liga

82 / 83            Gruppensieg Juniorinnen B

85 / 86            Junioren A    Berner Meister

87 / 88            Jun. A Kn. / Jun. B Md  Gruppensieg

88 / 89            Wiederaufstieg D1  in 2. Liga

88 / 89            Mini C Berner Meister   4. Rang  SM

90 / 91            Mini  Berner Meister      9. Rang  SM

93 / 94            Juniorinnen B  1. Rang Promotion

95 / 96            Wiederaufstieg D1 4. Liga

96 / 97            Andrea Krebs / Daniela Heyl  Qualifikation für die Jun.Beach SM

96 / 97            1. Rang  Juniorinnen C

97 / 98            Aufstieg H2   3. Liga

99 / 00            Aufstieg D1  3.Liga

99 / 00            Mini C Berner Meister

00 / 01            Mixed Team    1. Rang LK 1  / 3. Rang Schweizer Meisterschaft

01 / 02            Juniorinnen A    1. Rang  Promotion

01 / 02            Mixed Team  Berner Meister / 6. Rang Schweizer Meisterschaft

 

Quo vadis?   -  Wohin gehst du?

 

Obschon sich der Verein an der vorletzten Hauptversammlung klar für eine Leistungsorientierung ausgesprochen hat, gelingt es uns nicht, die besten Spielerinnen und Spieler in den Leistungsteams zu vereinen. Berufliche Vorgaben      ( Trainingsabend ) oder das soziale Gefüge sind die entscheidenden Eckpunkte bei der Teambildung. Zudem suchen junge, hoffnungsvolle Spieler/innen immer früher neue Herausforderungen und verlassen den Verein oder ziehen aus beruflichen Gründen aus der Region.

Das Sommertraining wäre polisportiv, vielseitig und als Saisonvorbereitung sinnvoll, doch der Geist ist willig, das Fleisch .......

Die Integration der Junioren bei den Herren eröffnet neue Perspektiven. Langsam beginnt auch die neugeschaffene TK Wirkung zu zeigen. Dass für die Saison 02 /03 alle Trainerpositionen mit Spielertrainern besetzt werden konnten, stimmt zuversichtlich. Die Entwicklung des Beachvolleyballs ist einerseits eine Gefahr für den Teamsport, andererseits kommen immer mehr junge Leute im Schwimmbad mit Volleyball in Kontakt und lassen sich möglicherweise auch in die Turnhalle holen. Der Volleyballclub hat gute Trainingsmöglichkeiten, eine stabile finanzielle Grundlage und immer wieder engagierte Leute, die am Karren ziehen.

Mit dem Wechsel vom gedruckten Mitteilungsblatt auf die Homepage, ist ein erster Schritt in eine neue Epoche eingeleitet. Möge dies der Beginn einer neuen Geschichte sein.

Hanspeter Gloor, Initiant und Gründungsmitglied